Fünf Einzelgebäude bilden eine räumliche Abfolge, die durch ihre Ensemblewirkung Identität stiftet. Platzartige Freiräume strukturieren das Quartier und schaffen einen fließenden Übergang zwischen öffentlichen, gemeinschaftlichen und privaten Bereichen. Ortsprägende Bestandsbäume werden integriert und verleihen dem Ensemble Atmosphäre und Kontinuität. Als 5- bis 6-Spänner ermöglichen die Baukörper eine effiziente Erschließung und fördern zugleich Nachbarschaft und Hausgemeinschaft.
Die rhythmisch gegliederten Fassaden zeichnen sich durch ein Materialwechsel zwischen den unteren Geschossen und dem vierten Geschoss aus, dass den Baukörpern die klassische Proportion ziegelgedeckter Genossenschaftshäuser verleiht. Zusammen mit der Freiraumgestaltung entsteht eine eigene, harmonische Wohnatmosphäre.
Der Freiraum gliedert sich in eine zentrale, urban geprägte Zone und einen ruhigeren Gartenbereich. Die Manzinger Straße wird als öffentlicher Raum selbstverständlich eingebunden. Im Süden entsteht ein Nachbarschaftsplatz als zentraler Treffpunkt.
Die Gebäude bilden in ihren Innenecken klar ablesbare Zugänge aus. Die durch die Baukörper entstehenden Durchgänge verbinden im Erdgeschoss die Freiflächen untereinander. Die Tiefgarage liegt hauptsächlich unter den Gebäuden – der Versiegelungsgrad bleibt gering.
Jeder der fünf Baukörper wird über ein zentrales Treppenhaus mit Aufzug erschlossen. Kurze Laubengänge führen zu den Wohnungen und schaffen dabei kommunikative Erschließungszonen. Über außenliegende Treppen wird gleichzeitig ein zweiter baulicher Fluchtweg gewährleistet. Trotz unterschiedlicher Kubaturen weisen die Gebäude eine hohe Selbstähnlichkeit auf. Wiederkehrende Elemente und konstruktive Prinzipien fördern Wirtschaftlichkeit, Präzision und eine einheitliche architektonische Sprache.
An die massiven Treppenhauskerne schließt eine tragende Ziegelkonstruktion in Schottenbauweise an. Die Decken sind als innovative Kombination aus Holz- und Lehmelementen konzipiert.
Die Fassade besteht aus zwei funktional klar differenzierten Schichten: tragende Ziegelschotten und nichttragende, dämmende Fassadenbereiche. In geschützten Zonen wie Loggien oder Laubengängen werden die Oberflächen verputzt oder geschlämmt, was den Häusern eine einfache, robuste Anmutung verleiht. In stärker exponierten Bereichen wechselt die Außenhaut zwischen recyceltem Klinker und vertikal verlegten Dachziegeln. Dieses Zusammenspiel erzeugt Tiefe und Textur und knüpft zugleich an regionale Bautraditionen an.